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DTB Tenniskongress: Matchdrills mit Thomas Högstedt

Seine Drills kennen viele Weltklassespieler:innen bestens – Thomas Högstedt trainierte unter anderem Tommy Haas, Nicolas Kiefer, Magnus Norman, Caroline Wozniacki, Li Na und Maria Sharapova.

Anfang 2023 kommen auch Besucher:innen des Internationalen DTB Tenniskongress in den Genuss einer Trainingsstunde mit dem 58-Jährigen. Was genau er als Referent in München vorhat, verrät Högstedt uns im Interview. 

Du bist seit 2019 Coach beim Deutschen Tennis Bund (DTB). Was genau sind deine Aufgaben? 

Beim DTB trainiere ich die männlichen Nachwuchstalente bis zum Alter von fünfzehn Jahren. Der Verband hat ein super Trainernetzwerk und gemeinsam veranstalten wir Trainingscamps für die nächsten Generationen. Ich verstehe es als meine Aufgabe, den Jungs den Weg auf die Tour zu ebnen und ein gutes Team um die jeweiligen Spieler aufzubauen. Auch der ständige Kontakt zu den Eltern gehört zu meinen Aufgaben.

Davor warst du jahrelang als Coach auf der Tour unterwegs, hast unter anderem die Deutschen Tommy Haas und Nicolas Kiefer begleitet. Was kannst du den aufstrebenden Talenten mitgeben?

Vor allem, dass sich harte Arbeit auszahlt. Das lebe ich ihnen selber vor. Als Junior war ich damals gar nicht so erfolgreich, habe aber immer hart gearbeitet und dann auch mit 16 mein erstes ATP-Match gewonnen.

Nur wenige Jahre später warst du ATP-Turniersieger und an Position 38 geranked.

Das stimmt. Deshalb versuche ich den Jungs jeden Tag aufzuzeigen, was möglich ist. Sie sollen groß träumen und meine Erfahrungen wirken dabei idealerweise motivierend. Erst vor Kurzem konnten die DTB-Talente zum Beispiel vor dem Masters in Monte-Carlo mit Stan Wawrinka, Gaël Monflis und Novak Djokovic trainieren.

Hast du als Jugendlicher mit den damaligen Profis trainiert?

Ja, und das hat mir sehr geholfen. Oft habe ich mit Björn Borg auf dem Trainingsplatz gestanden. Ich war damals 15 Jahre und er die Nummer eins der Welt. Ich bin mir sicher, dass diese Sessions zu meinem Erfolg als Profi beigetragen haben. Deshalb möchte ich diesen Wissenstransfer auch im DTB weiter intensivieren. 

Du weißt, was es bedeutet, Weltklassespieler:innen zu begleiten und wie man mit aufstrebenden Talenten trainiert. Worin liegt der Unterschied?

Die Unterschiede sind gar nicht so groß. Es geht immer darum, durch das Training im Rhythmus zu bleiben und Matchsituationen zu simulieren. Im jungen Alter hat man natürlich noch mehr Chancen, etwas zu korrigieren als dann auf der Tour. Aber selbst auf Profilevel veränderst du manche Schläge – mit Tommy Haas habe ich damals sehr viel an seiner Vorhand gearbeitet.

Es kommt bei jungen Spielern also gar nicht unbedingt auf die richtige Technik an? Worauf achtest du dann?

Die Technik sollte schon stimmen und man achtet auf die Grundschläge. Aber das Wichtigste ist die Einstellung zum Sport im Allgemeinen. Da setze ich dann auch an. Mir geht es auch darum, dass die DTB-Talente voneinander lernen und einen guten Teamspirit entwickeln. 

Wie geht es dann mit der Entwicklung weiter?

Das muss man natürlich individuell betrachten. Aber generell schaue ich mir an, wie sich das Spiel des jeweiligen Spielers entwickeln kann und an welchen Schlägen wir konkret arbeiten müssen. Außerdem ist die Arbeit mit den Athletikcoaches wichtig, um die benötigte Fitness aufzubauen. Bei den Jugendlichen denke ich immer langfristig. Am Ende können wir Trainer den Weg aber immer nur vorzeigen. Der Spieler ist derjenige, der es dann wollen und umsetzen muss.

Wie schaffst du es, dich als Coach ständig weiterzuentwickeln und dazuzulernen?

Ich sammele durchgehend neue Eindrücke – egal, ob ich auf einem Grand-Slam-Turnier, beim DTB-Lehrgang oder beim Vereinstraining bin. Ich bin seit 42 Jahren durchgängig bei den French Open und habe das Grand-Slam-Turnier seitdem nicht verpasst. Ich versuche wirklich alles aufzusaugen. Klar geht es in erster Linie um die einzelnen Trainingsformen, aber mir es ist auch wichtig, wie Spieler und Trainer kommunizieren, wie Pausen genutzt werden und wie das Training vor- und nachbereitet wird. Es ist schon vorgekommen, dass ich Trainingsformen von anderen Coaches übernommen habe.

Beim Internationalen DTB Tenniskongress willst du Trainer:innen dabei helfen, sich fortzubilden. Was können die Besucher:innen von deinem Auftritt erwarten?

Ich werde mich bei der Veranstaltung auf Matchdrills aus der Praxis fokussieren. Wir werden auf dem Court stehen und gemeinsam verschiedenste Trainingsformen durchgehen, die ich auch schon bei Trainings mit Tommy Haas und Nicolas Kiefer genutzt habe. Immer mit hoher Intensität, sehr offensiv und darauf aus, den Punkt mit einem Winner abzuschließen.

Es wird immer davon geredet, dass man an seinen schlechten Schlägen arbeiten muss. Aber aktuell brauchst du im Tennis Waffen. Deshalb arbeite ich mit meinen Schützlingen auch viel an ihren besten Schlägen.

Worauf freust du dich beim Internationalen DTB Tennis Kongress?

Auf den Austausch mit den Coaches vor Ort. Immer wenn ich in Deutschland unterwegs bin, merke ich, dass hier sehr gute Trainer auf dem Platz stehen – egal auf welchem Level. Da ist jedes Training, jedes Gespräch sehr interessant und kann einem weiterhelfen. Deshalb freue ich mich auf das Event in München und möchte gemeinsam mit den Teilnehmern Tennis in Deutschland weiter verbessern.

 

Interview: Leon Elfers

Mehr lesen: Internationaler DTB Tenniskongress und DTB Vereinsforum 

 
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