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Günter Bresnik: „Trainer sind die Rattenfänger“

Günter Bresnik war schon 2019 in Berlin beim Internationalen DTB Tenniskongress zu Gast und hat die Teilnehmer:innen mit seiner Trainingsstunde begeistert. 2023 ist der 61-Jährige, der aktuell Gael Monfils coacht, wieder dabei. Warum er sich auf das Event freut und was Matthias Stach damit zu tun hat, verrät er uns im Interview.

 

Sie waren 2019 bereits beim Internationalen DTB Tenniskongress dabei. Was ist Ihnen in Erinnerung geblieben?

Das Event vom DTB war für mich bisher der beste Kongress, an dem ich teilgenommen habe. Ich bin bei solchen Veranstaltungen oft skeptisch, weil ich die Sinnhaftigkeit anzweifele. 2019 beim Internationalen DTB Tenniskongress war das aber ganz anders, weil nur Teilnehmer mit einer Menge Tennis-Know-How dabei waren. Dazu gefiel mir die Art der Vorträge mit direktem Zugang zu den Referenten und ohne viel Frontalbeschallung. 

Sie haben in Ihrem Vortrag 2019 viel darüber referiert, dass es Ihnen hauptsächlich darum geht, die Technik Ihrer Schützlinge zu perfektionieren. Hat sich an diesem Ansatz irgendetwas geändert?

Nein, nicht wirklich. Wenn ich erst einmal überlegen muss, wie ich den Ball übers Netz schlage, brauche ich nicht mehr zu überlegen, wo ich den Ball hinschlage.

Ich vergleiche das immer mit Autos. Wenn ein Auto technische Defekte hat, ist es egal, wie viel PS der Wagen hat. Natürlich müssen die mentalen und physischen Notwendigkeiten in das Training eingebaut werden, aber das A und O ist die Technik.

Was können die Teilnehmer:innen von Ihrem Vortrag in München erwarten?

Ich will nicht erzählen, was in jedem Lehrbuch steht. Das ist langweilig. Vielmehr geht es mir um den Austausch und die konkreten Fragen aus dem Publikum. Da ist Matthias Stach (Moderator des Kongresses, Anm. d. Red.) natürlich ein perfekter Partner, denn er kennt mich seit knapp 20 Jahren und hat unheimlich viel Wissen.

Neben der Fortbildung für Trainer:innen gibt es auch ein Vereinsforum und der Austausch zwischen Coaches und Vereinen soll gefördert werden. Warum ist das wichtig? Welche Rolle spielen die Vereine für das Tennis?

Die Vereine sind die Basis. Welcher normale Mensch kann sich stundenlang Platzstunden in einer Tennishalle leisten? Nur über die Vereine kommen Menschen zum Tennis. Ausschlaggebend für die Anziehungskraft eines Vereins sind dann aber wieder die Trainer. Das sind die Rattenfänger, wie ich immer sage. Deshalb ist der Austausch zwischen Trainer und Verein enorm wichtig. 

Teilnehmer:innen nutzen den Kongress für die Weiterbildung. Wie schaffen Sie es, sich als Coach ständig weiterzuentwickeln? 

Ich stehe jeden Tag am Tennisplatz, ob in meiner Akademie oder auf der Tour. Da lernst du jeden Tag. Ob das im Gespräch mit anderen Coaches ist oder bei der Matchanalyse. Am meisten habe ich aber immer von meinen Schützlingen oder ihren Kontrahenten gelernt. Ich höre mir sehr gerne von Gegnern an, wie sie das Spiel gegen meinen Spieler empfunden haben. 

Sie sind aktuell Coach von Gael Monfils. Wie coacht man jemanden, der seinen eigenen Kopf hat?

Das geht nur, wenn ein solcher Spieler dich als Trainer akzeptiert und du eine gewisse Autorität ausstrahlst. Als junger oder unerfahrener Trainer ist das viel schwieriger, wenn nicht unmöglich, weil du dich erst einmal beweisen musst.

Aber auch ein solcher Spieler benötigt einen Trainer. Da bin ich wieder beim Auto: Egal welches Auto, ob Oldtimer, Rennwagen oder SUV, alle brauchen guten Service, der je nach Automodell natürlich anders ausfallen muss.

Welche Eigenschaften sind für Coaches generell wichtig?

In erster Linie sind das Eigenschaften wie Begeisterung und Leidenschaft für die Sache. Das gilt gar nicht unbedingt nur für den Beruf des Tenniscoaches, sondern für alle Berufe. Trainer, die mit Leidenschaft Dinge erklären, werden immer bessere Trainer sein als solche, die vielleicht ein besseres Fachwissen, aber keine Lust auf den Job haben.

Woran erkenne ich eine:n Spieler:in, der:die bei Günther Bresnik trainiert?

An einem korrekten Ausschwung bei der Vorhand zum Beispiel. Daraus folgt dann, dass meine Schützlinge immer sehr schnell spielen. Bis zum 18. Lebensjahr liegt darin mein Hauptaugenmerk. Tempo in den drei Grundschlägen Vorhand, Rückhand und Aufschlag.

Wenn ich höre, dass es da einen Spieler gibt, der voll auf die Bälle geht, aber keinen Ball ins Feld spielt, sage ich: Der interessiert mich.

Interview: Leon Elfers

 

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